50's shades of grey


Die Werkreihe „50 Shades of Grey“ beschäftigt sich mit Erinnerung, Verdrängung und dem vielschichtigen Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart. Zeit wird dabei zu einem zentralen Element der Bilder. Verschiedene Ebenen überlagern sich und verbinden persönliche Erinnerungen mit kollektiver Geschichte.


Im Vordergrund erscheinen Frauenfiguren im Stil der 1950er Jahre – Sinnbilder für das Wirtschaftswunder, den neu gewonnenen Wohlstand und die Sehnsucht nach Normalität. Hinter dieser glanzvollen Oberfläche werden jedoch die Spuren des Krieges sichtbar. Ruinen, historische Fragmente und verblassende Bildschichten erinnern an eine Vergangenheit, die zwar überwunden schien, aber nie vollständig verschwindet. Zwischen Erinnerung und Vergessen entsteht eine spannungsreiche Bildwelt, die die Frage stellt, wie Gesellschaften mit ihrer Geschichte umgehen.



Jedes Werk erzählt eine eigene Geschichte, gemeinsam entfalten die Arbeiten jedoch ein eindrucksvolles Panorama der Nachkriegszeit. Die Grautöne wirken dabei wie ein visueller Speicher der Erinnerung: Sie verbinden Vergangenheit und Gegenwart und machen sichtbar, dass Geschichte nie nur schwarz oder weiß ist, sondern aus unzähligen Nuancen besteht.